Alle Jahre wieder, Beitragssteigerung in der Grundversicherung

Auch dieses Jahr sendet uns die PBeaKK wieder zur Adventszeit eine Beitragserhöhung in der Grundversicherung.
Ab 01.01.2022 steigen die Beiträge um 3,39 %. Als Gründe werden wie in den vergangenen Jahren die gestiegene Lebenserwartung, der medizinische Fortschritt und die verbesserten Möglichkeiten der Versorgung angegeben.

Doch wie glaubwürdig sind die Begründungen?
Sieht man sich in den Geschäftsberichten der PBeaKK die Zahlen an, dann kann man errechnen, dass die Leistungsausgaben pro versicherte Person in der Grundversicherung von 2010 bis 2020 um 12 % gestiegen sind. Unsere Beiträge zur Grundversicherung sind in dem selben Zeitraum jedoch um 38 % gestiegen!
Wie passt das zusammen?
Ist es nicht eher so, dass der Ausgleichsfonds, der die Kosten der Überalterung infolge der Bestandsschließung von 1995 kompensieren sollte, sich nicht wie prognostiziert mit einer Rendite von 5,5 % entwickelt hat, sondern weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und wir mit überhöhten Beitragssteigerungen die fehlenden Millionen ausgleichen müssen?

Mitglieder der IGV erhalten im Mitgliederbereich und per Newsletter weitere Informationen, u.a. auch darüber, was man dagegen unternehmen kann.
Die Klagen vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart gegen die Beitragserhöhungen 2016, 2017, 2018, 2020 und 2021 sind nach wie vor anhängig, d.h. die Verhandlungen haben noch nicht stattgefunden. Gegen die Beitragserhöhung 2022 wurden Widersprüche eingelegt.