Beitragssteigerungen

Seit über 10 Jahren steigen die Beiträge in der Grundversicherung der PBeaKK um ziemlich feste Prozentwerte.
Von 2005 bis 2008 waren es jährlich 3,4% und ab 2009 jedes Jahr um 3,7x%, das macht von 2004 bis 2018 eine Steigerung um 65%!
(Zur ausgebliebenen Beitragserhöhung 2019 findet ihr unsere Ansicht unter AKTUELLES und im MITGLIEDERBEREICH unter BEITRAGSSTEIGERUNGEN.)

Warum ist das so?

Die PBeaKK gibt als Gründe die "gestiegene Lebenserwartung" und den "medizinischen Fortschritt" an und stützt sich auf die Daten eines "unabhängigen, versicherungsmathematischen Gutachten".

Da wir Zweifel an den Aussagen der PBeaKK haben, haben wir uns die gelieferten Zahlen einmal etwas genauer angesehen.
So berichtet die PBeaKK in ihren Geschäftsberichten, dass die Beiträge in der Grundversicherung 2013 um 28,7%, in 2014 um 24,6%, in 2015 um 19%, in 2016 und 2017 um 16,7% und in 2018 16,1% billiger zu sein, als die vergleichbaren Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Wir haben Beiträge der Grundversicherung, exemplarisch die eines Versicherten ohne Angehörige in B1 für die Jahre 2013-2018 in das nachstehende Diagramm übertragen und mit den "günstiger-als-die-PKV-Prozentsätzen" der PBeaKK die theoretischen Versicherungsbeiträge in der PKV errechnet und ebenfalls in das Diagramm übertragen.

Was kann man daraus ablesen?

  1. Die Beiträge in der Grundversicherung der PBeaKK sind von 2013 bis 2018 um 20% gestiegen
    (von 172€ auf 206 €).
  2. Die auf der Grundlage der Daten der PBeaKK errechneten theoretischen Beiträge der PKV wären nahezu gleich geblieben (von 241€ auf 246€).

Da tun sich uns einige Fragen auf:

  1. Sind die gestiegene Lebenserwartung und der medizinische Fortschritt an denen vorbeigegangen, die nicht bei der PBeaKK versichert sind? Wieso führen diese Gründe bei der PBeaKK zu einer Beitragssteigerung, wenn die der PKV bei dieser Betrachtung nahezu gleich bleiben?
  2. Sind die gestiegene Lebenserwartung und der medizinische Fortschritt vielleicht nur vorgeschobene Gründe für die Beitragssteigerungen in der Grundversicherung der PBeaKK in dieser Höhe und sollen verschleiern, dass wir doch zur Deckung der schließungsbedingten Kosten beitragen müssen?
  3. Wenn der Abstand zwischen den Versicherungsbeiträgen der PBeaKK zu denen der PKV immer kleiner wird, ist das dann nicht ein Beweis dafür, dass unsere Beiträge stärker steigen als die der PKV? Mit welcher Rechtfertigung?
  4. Soll uns mit den "günstiger als die PKV"-Prozentwerten nur suggeriert werden, die PBeaKK sei noch günstiger als vergleichbare andere Krankenkassen?

Antworten auf diese Fragen findet ihr im Mitgliederbereich. Schaut rein, es lohnt sich! Es erwarten euch einige erhellende Überraschungen.

Uns liegen nämlich Versicherungspolicen von Beamten vor, die bei anderen Krankenversicherungen versichert sind und die geringere Beiträge zahlen, als wir bei der PBeaKK. Durch die Verwendung von "Lebenszeitbeiträgen" beim Vergleich errechnet die PBeaKK die gerne präsentierten "günstiger als"-Prozentzahlen, die jedoch nicht die von uns jetzt tatsächlich zu zahlenden Beiträge und jetzt bestehenden Unterschiede in den Beiträgen widerspiegeln.