Hilfestellungen der IGV-PBeaKK e.V.

Im Zuge der stark verzögerten Bearbeitung von Erstattungsanträgen infolge der IT-Umstellung bei der PBeaKK haben sich viele Versicherte an uns mit der Bitte um Hilfe gewannt.

Wir können Versicherte unterstützen, indem wir
- Sie zu Wort kommen lassen und uns anhören, was Ihr Anliegen ist,
- mitteilen, an welche Stellen sich Versicherte generell wenden können,
- über die Möglichkeiten der zu ergreifenden Maßnahmen informieren,
- den Weg zu neutralen, in der Regel kostenfreien Gutachtern aufzeigen,
- bei Widerspruchs- und Gerichtsverfahren über Abläufe und Fristen informieren,
- Formulierungshilfen anbieten,
- bei Gerichtsverfahren Beistand leisten.

Aufgrund des Rechtsdienstleistungsgesetzes dürfen wir bestimmte Leistungen nur für unsere Mitglieder erbringen.
Ihnen Zuhören und ihre Anliegen ernst nehmen, geht immer - solange unsere Zeit ausreicht.

Klagen gegen Beitragserhöhungen 2016 - 2020

Gegen Beitragserhöhungen in der Grundversicherung 2016, 2017, 2018, 2020 und 2021 laufen von mehreren Versicherten Klagen vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart. Uns liegen Versicherungspolicen von Beamten vor, die bei anderen seriösen Versicherungen krankenversichert sind und die belegen, dass die Versicherten dort zum Teil erheblich niedrigere Beiträge bezahlen, als vergleichbare Versicherte bei der PBeaKK.
Damit ist unseres Erachtens belegt, dass die Beitragssteigerungen der letzten 15 Jahre dazu geführt haben, dass die verfassungsrechtliche Grenze der Versicherungsbeiträge bei der PBeaKK für viele Versicherte *) bereits überschritten ist.
Gegen die Beitragserhöhung 2021 wurden viele Widersprüche eingereicht, über die zum Teil noch nicht entschieden wurde.
Wir halten unsere IGV-Mitglieder über den Fortgang der Verfahren auf dem Laufenden.

*) Es kommt auf das Versicherungsverhältnis an. Die Faktoren Beihilfeanteil, Gruppe A oder B, mit oder ohne Mitversicherte spielen eine wesenliche Rolle.

Was tun bei verzögerter Bearbeitung von Erstattungsanträgen

Seit mehreren Monaten werden Erstattungsanträge bei der PBeaKK verzögert bearbeitet. Die PBeaKK begründet dies mit der Umstellung des IT-Systems. Das kann bei einigen Versicherten zu einem richtigen Problem werden, wenn sich die ausstehenden Erstattungen länger hinziehen und die Leistungserbringer die Zahlung der Rechnungen anmahnen. Insbesondere wenn die Leistungserbringer (Ärzte, Kliniken, Therapeuten, Pflegeheime usw.) Abrechnungsunternehmen zwischengeschaltet haben und die Zahlungsansprüche an diese Unternehmen abgetreten haben, ist ein Zahlungsaufschub oft nicht zu erreichen und man muss zahlen.

Wir haben den Vorstand der PBeaKK gebeten eine Sofortmaßnahme bereitzustellen, damit Versicherte, die wegen hohen, ausstehenden Erstattungsbeträgen in eine finanziellen Notlage gekommen sind, eine Möglichkeit erhalten, dass ihre Erstattungsanträge bevorzugt bearbeitet werden.

Die Abteilung Qualitätsmanagement teilte uns darauf hin mit, dass sich Versicherte mit ihrem Anliegen per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden können.

Bitte meldet uns zurück, ob die von der PBeaKK angebotene Lösung der bevorzugten Bearbeitung funktioniert.

Am 09.02.2021 teilte die PBeaKK mit: "Wir gehen davon aus, dass das genannte Problem in den nächsten Wochen behoben werden kann."

Mitglieder der IGV-PBeaKK finden im MITGLIEDERBEREICH unter "SCHLICHTUNGSSTELLEN" und unter ANSPRECHPARTNER weitere Namen und Email-Adressen, an die man sich wenden kann.

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder kommt - diesmal sogar punktgenau zur Weihnachtszeit - die "Frohe Botschaft" unserer Krankenkasse in Form einer Beitragssteigerung um 3,x %.
Über die letzten 15 Jahre ist das eine Steigerung um ca. 65 %! Die PBeaKK begründet es u. a. mit der gestiegenen Lebenserwartung und dem medizinischen Fortschritt. Das kann man glauben, muss man aber nicht. Unseres Erachtens hat es maßgeblich damit zu tun, dass es seit der Privatisierung der DBP 1995 keine neuen Mitglieder bei der PBeaKK mehr gibt, also den Kosten der Überalterung infolge der Bestandsschließung. Diese dürfen aber nicht uns Versicherten auferlegt werden, sie hat der Verursacher der Bestandsschließung zu tragen.

Gegen die Beitragserhöhung kann man Widerspruch einlegen. Klagen gegen die Beitragserhöhungen 2016, 2017, 2018 und 2020 laufen.
Eingeloggte Mitglieder der IGV erhalten im Mitgliederbereich Hilfestellung, wie man sich gegen die Beitragserhöhung zur Wehr setzen kann.

"Mitgliedervertreter" lehnen Nach-forderung zum Ausgleichsfonds ab

Am 28.08.2020 haben wir die von verdi entsandten Mitgliedervertreter im Verwaltungsrat der PBeaKK aufgefordert, wegen der Unterentwicklung des Ausgleichsfonds von den Postnachfolgeunternehmen (PNU) eine Nachzahlung zu fordern. Die Forderung wurde von 25 verdi-Mitgliedern unterstützt.
Der Ausgleichsfonds wurde 2005 eingerichtet, um die Versicherten von den Kosten der Überalterung zu befreien, die durch die Bestandsschließung der PBeaKK infolge der Privatisierung der DBP entstehen.
Der Fonds hätte sich laut Prognose mit 5,75% Rendite entwickeln sollen. Insbesondere infolge der Finanzkrise wurde dieses Ziel weit verfehlt. U. E. müssen jetzt wir Versicherte die Unterentwicklung des Fonds mit unseren jährlichen Beitragserhöhungen ausgleichen.
Mit Datum vom 11.09.2020 teilte uns das Verwaltungsratsmitglied und Gewerkschaftssekretär der verdi Bundesverwaltung, Ressort 2 / Fachbereich 10 Holger Eisenhardt mit, dass die Mitgliedervertreter im Verwaltungsrat die Forderung zur Nachzahlung ablehnen.
Von den anderen 7 Mitgliedervertretern erhielten wir keine Antwort.

Eingeloggte Mitglieder können unser Forderungsschreiben im Mitgliederbereich einsehen.

Wir bleiben dran!

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